Satzung

der

 

Privilegierten Schützengesellschaft

Niedercunnersdorf e. V.

 

vom 20. Juni 2002

mit den am 28.März 2003 & 06.10.2017

beschlossenen Änderungen und Ergänzungen

 

§ 1 - Sitz und Geschäftsjahr

 

1. Der Verein trägt den Namen “Privilegierte Schützengesellschaft Niedercunnersdorf e.V.“

(nachfolgend Schützengesellschaft).

 

2. Die Schützengesellschaft hat ihren Sitz in Niedercunnersdorf und ist im Vereinsregister unter

der Nummer VR 560 eingetragen.

 

3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 2 – Zweck

 

1. Der Zweck der Schützengesellschaft ist die Förderung des Sportschießens sowie

 

a. der Wiederaufbau und die Wahrung des Schützenbrauchtums in der Gemeinde Niedercunnersdorf im

kameradschaftlichen Sinne, anknüpfend an die geschichtlich belegbaren Traditionen, insbesondere des 1786

erteilten Privilegs durch die Obrigkeit, des Domstiftes St.Petri zu Budissin .

 

b. die Organisation und Durchführung eines regelmäßigen Trainings- und Wettkampfbetriebes auf der Grundlage des

Regelwerkes des Deutschen Schützenbundes e.V.,

 

c. die Förderung und Sicherung einer jugendbezogenen Arbeit.

 

2. Die Schützengesellschaff ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigen-wirtschaftliche Zwecke.

 

3. Die Schützengesellschaft ist politisch und konfessionell unabhängig.

 

§ 3 – Gemeinnützigkeit

 

1. Die Schützengesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts

“Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

 

2. Die Mittel der Schützengesellschaft werden nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet. Es darf keine Person

durch Ausgaben, die dem Zweck der Schützengesellschaft fremd sind oder unverhältnismäßig hohe Vergütung

begünstigt werden.

 

§ 4 – Mitgliedschaft

 

1. Ordentliches Mitglied der Schützengesellschaft kann jede(r) Bürger(in) werden, der (die) seinen (ihren) festen

Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland nachweisen kann, über einen einwandfreien Leumund verfügt, die

Satzung und geltende Beschlüsse anerkennt und einen schriftlichen Aufnahmeantrag beim Vorstand der

Schützengesellschaft (nachfolgend Vorstand)eingereicht hat. Minderjährige können ordentliches Mitglied gemäß

Satz 1 werden, wenn dem Aufnahmeantrag die schriftliche Einwilligung des gesetzlichen Vertreters beigefügt ist.

 

2. Der Mitgliedschaft in der Schützengesellschaft geht eine zwölfmonatige Anwartschaft voraus. Als Anwärter ist

aufgenommen, dessen Antrag durch den Vorstand oder durch die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit

der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder bestätigt wird. Anwärter besitzen kein Wahlrecht, kein

beschließendes- jedoch beratendes Stimmrecht. Der Anwärter entscheidet eigenverantwortlich, ob er die

Aufnahme als ordentliches Mitglied oder als förderndes Mitglied beantragt. Während der Anwartschaft ist der

Mitgliedsbeitrag gemäß der jeweils geltenden Beitragsordnung vom Anwärter monatlich zu entrichten. Die

Bezahlung der Aufnahmegebühr ist in dem Monat fällig, welcher dem Monat der Aufnahme als Mitglied folgt. Als

Höhe der Aufnahmegebühr gilt jene, die am Tage des Beginnes der Anwartschaft Gültigkeit hatte. Mitglied ist,

wer eine zwölfmonatige Anwartschaft absolviert hat und durch den Vorstand oder durch die

Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder zum Mitglied

erhoben wurde. Über die Mitgliedschaft ist spätestens im 13. Monat der Anwartschaft zu entscheiden.

 

3. Förderndes Mitglied können juristische und natürliche Personen werden, die der Schützengesellschaft finanzielle

oder materielle Unterstützung gewähren. Sie sind von der Pflicht, Arbeitsstunden zu leisten und an

vereinsfördernden Maßnahmen teilzunehmen, befreit. Für die Aufnahme gelten die Festlegungen des Abs. 1.

 

4. Personen, die sich im Sinnes des unter § 2 genannten Zweckes der Schützengesellschaft besonders verdient

gemacht haben, können durch die Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied ernannt werden. Sie sind von der

Pflicht, Beitrag zu zahlen, Arbeitsstunden zu leisten und an vereinsfordernden Maßnahmen teilzunehmen, befreit.

 

5. Die Mitgliedschaft wird nach Zahlung der Aufnahmegebühr in beschlossener Höhe und der Aushändigung des

Mitgliedsausweises wirksam.

 

6. Volljährige Mitglieder sollen umgehend die Vereinsschützenkleidung erwerben.

 

§ 5 - Beendigung der Mitgliedschaft

 

1.    Die Mitgliedschaft in der Schützengesellschaft endet durch schriftliche Austrittserklärung, Ausschluss oder

Ableben.

 

2. Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn es:

a. die Bestimmungen der Satzung, Ordnungen und die Interessen der Schützengesellschaft verletzt.

b. die Anordnungen oder Beschlüsse der Organe der Schützengesellschaft nicht befolgt.

c. mit der Zahlung seiner finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Schützengesellschaft trotz zweimaliger

schriftlicher Mahnung im Rückstand ist.

 

3. beschließt der Vorstand. Der Beginn des Ausschluss Verfahrens sowie der diesbezügliche

Beschluss sind dem betreffenden Mitglied schriftlich mitzuteilen und zu begründen.

 

4. Vor Beschlussfassung über einen Ausschluss hat das betreffende Mitglied auf Antrag, innerhalb eines Monats, die

Möglichkeit der Anhörung vor dem Vorstand.

5. Ist das betreffende Mitglied mit dem Beschluss des Vorstandes über einen Ausschluss nicht einverstanden, so ist

dies dem Vorstand innerhalb eines Monats unter Angabe der Gründe schriftlich mitzuteilen. In diesem Falle

entscheidet die Mitgliederversammlung endgültig.

 

 

§ 6 - Rechte der Mitglieder

 

Jedes Mitglied der Schützengesellschaft hat das Recht:

1. an Wahlen teilzunehmen und selbst als Mitglied für einen Vorstandssitz zu kandidieren.

2. an allen Mitgliederversammlungen und sonstigen von der Schützengesellschaft organisierten Veranstaltungen

teilzunehmen,

3. in allen Fragen, die Arbeit der Schützengesellschaft betreffen, das Vorschlags- und Mitspracherecht

auszuüben.

4. die der Schützengesellschaft gehörenden oder zur zeitweiligen Verfügung überlassenen Anlagen, Waffen und

technische Geräte entsprechend ihrer Zweckbestimmung zu nutzen.

 

 

§ 7 - Pflichten der Mitglieder

 

Jedes Mitglied der Schützen Gesellschaft hat die Pflicht:

1. diese Satzung, dazu erlassene Ordnungen sowie befasste Beschlüsse einzuhalten.

2. den festgelegten Mitgliedsbeitrag fristgemäß zu entrichten.

3. zur Nutzung übergebene Anlagen ,Waffen und technische Geräte zweckentsprechend zu gebrauchen, pfleglich zu

behandeln und zu warten.

 

§ 8 - Die Organe der Schützengesellschaft

Die Organe der Schützen gesell schaff sind:

 

I. Die Mitgliederversammlung

a.   Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ der Schützengesellschaft. Sie ist vom Vorstand jährlich im

  Monat März als Jahreshauptversammlung und im Monat Oktober als Mitgliederversammlung einzuberufen. Sie ist

  ferner einzuberufen, wenn ein Viertel der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zweckes und der Gründe

  beim Vorstand beantragt.

b.  Die Einberufung erfolgt schriftlich an jedes Mitglied unter Angabe der Tagesordnung.

c.  Die Leitung erfolgt durch den Vorsitzenden oder den stellvertretenden Vorsitzenden oder einen von der

    Mitgliederversammlung gewählten Versammlungsleiter.

d.   Die Mitgliederversammlung entscheidet über Anträge offen mit einfacher Mehrheit der anwesenden

     stimmberechtigten Mitglieder.

e.  Uneingeschränkt stimmberechtigt sind alle volljährigen Mitglieder. Minderjährige, deren gesetzliche Vertreter

    nicht anwesend sind, bedürfen deren schriftliche Einverständniserklärung zur Ausübung des Stimmrechts. Eine

    Stimmendelegierung ist ausgeschlossen.

f. Bei Stimmengleichheit gelten Anträge als abgelehnt.

g. Satzungsänderungen bedürfen der Zustimmung von mindestens ¾ der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

h. Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse insbesondere:

 -zur Wahl, Abwahl und Entlastung des Vorstandes,

 -zu Satzungsänderungen,

 -zu Mitgliedsbeiträgen,

 -zum Haushaltsplan,

 -zum Tätigkeitsbericht des Vorstandes,

 -zum Kassenbericht,

-zu Anträgen von Mitgliedern und

-zur Ernennung von Ehrenmitgliedern.

i. Die Protokolle der Mitgliederversammlung sind vom Versammlungsleiter und Protokollführer zu unterzeichnen.

 

2. Der Vorstand

 

a. Der Vorstand besteht aus:

-dem Vorsitzenden

-dem stellvertretenden Vorsitzenden als Schriftführer

-dem Schatzmeister

 -dem Jugendleiter

-dem technischen Leiter

 

b. Der Vorstand gewährleistet die laufende Geschäftsführung. Er ist ehrenamtlich tätig und gegenüber der

Mitgliederversammlung rechenschaftspflichtig.

 

c.  Der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende sowie der Schatzmeister sind vertretungsberechtigt i.S. des § 26

BGB. Zwei dieser Vorstandsmitglieder vertreten die Schützengesellschaft gemeinschaftlich nach außen.

 

d. Die Vorstandsmitglieder werden in geheimer Abstimmung für einen Zeitraum von drei Jahren gewählt. Es gilt

derjenige als gewählt, der die meisten Stimmen erhalten hat. Bei Stimmengleichheit für einen Vorstandssitz ist

eine Stichwahl erforderlich.

 

e. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die seine Tätigkeit nach innen und nach außen regelt.

 

f. Die Beratungsergebnisse und Beschlüsse des Vorstandes sind in einem Protokollbuch niederzuschreiben.

 

g. Zur Realisierung von besonderen Aufgaben und Maßnahmen kann der Vorstand Ausschüsse bilden.

 

§ 9 - Sportjugend / Jungschützen

 

Die Sportjugend ist die Jugendorganisation des Vereins.

 

§ 10 - Finanzierung der Schützengesellschaft

 

Die Schützengesellschaft finanziert ihre Tätigkeit:

 

1. aus Aufnahmegebühren und Mitgliedsbeiträgen;

2. mittels Einnahmen von durchgeführten Veranstaltungen;

3. mit bereitgestellten Mitteln der Öffentlichen Hand;

4. mit sonstigen Zuwendungen.

 

§ 11 - Tätigkeit der Kassenprüfer

 

1. Die Kassenprüfer werden für einen Zeitraum von 3 Jahren gewählt.

 

2. Die Kassenprüfer dürfen nicht Mitglied des Vorstandes sein. Sie unterliegen keiner Weisung und Beaufsichtigung

durch diesen.

 

3. Die Kassenprüfer haben das Recht, an allen Vorstandssitzungen teilzunehmen und zu Ergebnissen durchgeführter

Kontrollen der Kasse und des Belegwesens das Wort zu nehmen.

 

4. Nach Abschluss des Geschäftsjahres ist eine Gesamtprüfung der Kasse vorzunehmen. Der Prüfungsbericht ist

jährlich der Mitgliederversammlung vorzulegen. 

 

 

Beschluss

vom 28.03.2003 & 06.10.2017

 

 

 

1. Zu leistende Arbeitsstunden

 

a. Jedes ordentliche Mitglied im Alter vom 16. bis 65. Lebensjahr leistet 15 (fünfzehn)Pflichtarbeitsstunden pro

Jahr. Eine Befreiung von den Pflichtarbeitsstunden ist nur in Ausnahmefällen möglich und bedarf eines

schriftlichen Antrages mit Begründung, über den der Vorstand entscheidet.

 

b. als Pflichtarbeitsstunden werden anerkannt:

-Arbeiten zum Um- und Ausbau sowie Werterhaltung des Schießstandes;

-Wartung und Reparatur an vereinseigenen Sportgeräten, Anlagen uns Ausrüstungen.

-ehrenamtliche Arbeit des Vorstandes.

-Schießleitertätigkeit. Der Einsatztag wird mit einer Stunde berechnet;

-organisatorische Vorbereitung und Durchführung von Wettkämpfen und Veranstaltungen des Vereins

 

c. Der Nachweis der Pflichtarbeitsstunden erfolgt auf einer im Verein hinterlegten

Nachweisliste. Für den Nachweis ist jedes Mitglied selbst verantwortlich. Die Bestätigung der

geleisteten Stunden erfolgt durch den Vorstand oder durch die vom Vorstand beauftragten

Vereinsmitglieder am Tag des Arbeitseinsatzes oder spätestens am darauffolgenden

Vereinsabend.

 

d. Die Bekanntgabe der Termine für die Arbeitseinsätze erfolgt kurzfristig, spätestens jedoch

vier Wochen vor dem anstehenden Arbeitseinsatz und unter Angabe der erforderlichen

Teilnehmerzahl, in unserer Whatsapp-Gruppe und als Kalendereintrag im Vereinsgebäude.

 

e. Für jede nicht geleistete Arbeitsstunde werden 10,00€ in Rechnung gestellt. Dieser Betrag

wird im Januar des Folgejahres fällig, es werden hierfür entsprechende Rechnungen

verschickt. Grundlage für die Berechnung der nicht geleisteten Arbeitsstunden ist die

Nachweisliste, die ab dem 01.12. zur Überprüfung herangezogen wird..

 

2. Beitragsordnung

 

a. Die Aufnahmegebühr beträgt:

- für volljährige Mitglieder ab dem 18. Lebensjahr 75,00 €

- für Schüler und jugendliche Mitglieder 35,00 €

 

b. Die monatlichen Mitgliedsbeiträge betragen für:

- volljährige Mitglieder 5,00 €

- minderjährige Mitglieder 2,00 €

- Wehrdienstleistende, Studenten, Azubis, 3,00 €

 

Familienmitgliedsbeiträge betragen für Ehegatten (innen) 50% des Mitgliedsbeitrages

 

c. Die Mitgliedsbeiträge sind ganzjährig bzw. halbjährig bis zum 15. Januar bzw. 15. Juli auf das Vereinskonto

bei der

 

IBAN: DE88850501003000080677

BIC: WELADED1GRL

 

unter Angabe der Mitgliedsnummer einzuzahlen. 

 

3.Teilnahme an vereinsfürdernden Veranstaltungen

 

 im Interesse einer wirkungsvollen Präsentation unseres Vereins in der Öffentlichkeit sowie eines interessanten

Vereinslebens durch aktive Teilnahme aller Mitglieder hat:

-jedes Mitglied jährlich an mindestens 5 (fünf) Veranstaltungen unseres Vereins aktiv teilzunehmen;

-dazu zählen die Teilnahme:

-an den Vereinsmeisterschaften

-an den Meisterschaften des DSB (Kreis- bis Deutsche Meisterschaft)

-an der Jugendmeisterschaft

-an Wettkämpfen außerhalb unserer Gemeinde

-am Schützenfest der Prv. Schützengesellschaft

-an Veranstaltungen befreundeter Schützenvereinigungen.

Eine Befreiung von der Teilnahme an vereinsfördernden Veranstaltungen ist nur in Ausnahmefällen möglich und

 bedarf eines schriftlichen Antrages mit der Begründung, über den der Vorstand entscheidet.

 

 

4.Organisation der Aufnahme neuer Mitglieder und zur Ausstellung eines Bedürfnisses für den Erwerb von

Sportwaffen.

 

a.  Aufnahmeanträge für die Mitgliedschaft in der PSG Niedercuimersdorf e.V. und Anträge eines Bedürfnisses sind

grundsätzlich nur an Mitglieder des Vorstandes zu übergeben.

 

b.  Die Meldung über die Aufnahme in den Sächsischen Schützenbund erfolgt am 01.04., 01,07., 01.10., und 30.12.

           des Jahres. Die Mitgliedschaft beginnt mit dem Datum der Antragstellung beim Vorstand des Vereins. In der Zeit

           von der Antragstellung bis zur Bestätigung durch den Vorstand ist durch die neuen Mitglieder eine

           Tagesversicherung in Höhe von 0,50 € abzuschließen.

 

c.   Die Antragstellung eines Bedürfnisses für den Erwerb einer Sportwaffe ist für Neumitglieder frühestens nach        einer 6 montägiger  Mitgliedschaft       möglich. In dieser Zeit ist ein regelmäßiges Schießtraining nachzuweisen und die Sachkundeprüfung abzulegen.

 

d.   Für Mitglieder ist bei der Antragstellung eines Bedürfnisses für eine Zweitwaffe der Nachweis der Teilnahme an

      Wettkämpfen des DSB notwendig,

 

e.  Für die Ausstellung des Bedürfnisses für den Erwerb einer Sportwaffe ist eine Gebühr von 10,00 € an die

     Vereinskasse zu entrichten

 

eine Abschrift der Satzung findest du in unserem Downloadcenter